JAMMERN UND KLAGEN

Gestern wurde mir eine sehr interessante Frage gestellt: „Warum jammern eigentlich so viele Menschen und beklagen sich ständig?“

Tatsächlich ist es ein weit verbreitets Phänomen, dass bei einer Begegnung schnell gejammert wird. Sei es über den eigenen stets labilen Gesundheitszustand, die stressige Arbeit (oder wahlweise die dummen Kollegen), den Partner, die Kinder, den Staat.... Wozu machen Menschen das?



Menschen handeln immer aus einer für sich positiven Absicht. Was passiert also beim Jammern?

Ein jammernder Mensch macht sich erstmal zum Opfer (der Grippeviren, unseres Körpers, der Arbeitskollegen, des Chefs, der Familie, des Staats...) -Und welche Motivation liegt dahinter?

Wir haben uns schon als Kinder im Sandkasten etwas abgeschaut: Wenn uns jemand das Sandförmchen klaut und wir laut schreien und heulen kommt Mama und tröstet uns, vielleicht setzt sie sich auch dafür ein, dass wir unser Spielzeug wieder bekommen. Wir bekommen Wärme, körperliche Nähe und Zuspruch. Wir lernen fürs Leben „wenn ich mich als Opfer stilisiere bekomme ich Zuwendung“. Aus diesem Grund wird der Opferstandpunkt in unserer Gesellschaft als der vermeintlich Attraktivere angesehen, da er auf der anderen Seite viele Menschen zum helfen und verteilen von Ratschlägen animiert. Daher kann es sein, dass der Andere mit der Absicht handelt, dich durch sein Jammern zu einem bestimmten Handeln zu bewegen. Vielleicht möchte er gerne dass du die unangenehme Arbeit erledigst, oder Partei für Ihn beim Chef ergreifst?

Einige Menschen sind so mit Ihrem Opfer-sein verstrickt, dass sie es ständig nutzen um ihre Absicht zu befriedigen. Was also tun, wenn du solche Menschen in deinem Leben hast, oder festgestellt hast, dass du selbst gern über die Umstände klagst? Ich frage dann immer: „Mit welcher Absicht erzählst du mir das?“ Das stoppt jammern praktisch aprubt, sofern mein Gegenüber die Frage wahr nimmt und es nicht als Aufforderung sieht genau so weiter zu machen. „Diese Formel“ wirft die Frage auf den Klagenden zurück und er hat die Möglichkeit etwas über seine eigentliche Absicht zu herauszufinden, was für ihn maximal erkenntnisreich sein kann und sein Problem lösbar macht. Nutzt dein Gegenüber deine Reaktion aber zum Weiterjammern, kannst du ihm ein Angebot machen: „ Liebe/r XY, ich kann verstehen, dass das schwer für dich ist. Wenn du dich aussprechen willst, dann nehme ich mir gerne 10 Minuten Zeit, danach genießen wir unseren Kaffee weiter /gehen unserer Arbeit nach/ verbringen wir einen schönen Tag miteinander.“

Um selbst nicht ins Jammern zu kommen, habe ich mir angewöhnt in Lösungen zu sprechen und gebe das in meinem Team auch als Losung aus. Dadurch werden ganz neue Energien für kreative Lösungen frei. Der Fokus liegt dann nicht mehr auf dem Problem, sondern dem Lösungsansatz. Und das Tolle ist: andere Menschen tun es dir gleich! Bevor du also in die kommende Woche startest, lade ich dich ein, dir zu überlegen, wo du bisher lieber das Problem als die Lösung präsentiert hast. Deine Lösung muss ja nicht gleich perfekt sein, aber im Austausch mit anderen wirst du merken, wie ein neuer Spirit Raum greift.


Ich wünsche dir eine beschwingt-gelöste Woche,


Dein Manuel-Roy  

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